Dem MVO treu verbunden
Am Samstag, den 12. April lud der Musikverein Ohlsdorf zum traditionellen Frühjahrskonzert ins Mezzo. Dieses Jahr wartete das Konzert mit einer besonderen Überraschung auf: Im Dezember 2024 wurde Felix, der Sohn unserer Kapellmeisterin Resi Schobesberger, geboren. Aus diesem schönen Anlass nahm sie sich eine musikalische Auszeit und konnte das diesjährige Frühjahrskonzert nicht selbst dirigieren.
Zu unserer großen Freude erklärte sich der Ehrenkapellmeister Klaus Pesendorfer sofort bereit, die musikalische Leitung für dieses Konzert zu übernehmen. Dank seiner Zusage stand einem gelungenen Konzertabend nichts im Wege, und so durften wir am Samstag zahlreiche Besucher begrüßen.
Die Eröffnung für das Konzert übernahm das Jugendorchester unter der Leitung von Siegfried Pesendorfer. Mit den Stücken „Im Jugendlager“ von Fritz Watz, „Fernando“ von ABBA, „Beetle Boogie“ von Dick Ravenal und „Nottingham March“ von Jerry Williams begrüßten die jungen MusikerInnen das Publikum.
Anschließend übernahm der Musikverein Ohlsdorf die musikalische Gestaltung. Die MusikerInnen starteten mit dem Marsch „Alte Kameraden“ von Carl Teike. Es folgten der verspielte Walzer „Künstlerleben“, sowie die beschwingte Polka „Lob der Frauen“, beide aus der Feder von Johann Strauss Sohn.
Ein besonderer Höhepunkt war das Medley bekannter Melodien aus den Filmen von Charlie Chaplin, arrangiert von Marcel Peeters. Sir Charles Spencer Chaplin, der wohl einflussreichste Komiker des 20. Jahrhunderts, hat mit seiner Mischung aus Slapstick und tragischen Elementen Filmgeschichte geschrieben. Das gefühlvoll orchestrierte Werk schickte das Publikum in die Pause.
Nach der Pause ging es beschwingt weiter mit „Cine Marches“, arrangiert von Dominique Wyckhuys. Tief berührend folgte „The Last Flight“ von Michael Geisler, das musikalisch an die bis heute schwerste Flugzeugkatastrophe der österreichischen Luftfahrt erinnert: Am 29. Februar 1964 zerschellte ein Flugzeug am Gipfel des Glungezers.
Mit der heiteren „Zuckerl-Polka“ von Ludo Beles (arrangiert von Franz Watz) brachten wir wieder Leichtigkeit in den Konzertsaal. Es folgte das mitreißende „Superman“-Medley des berühmten Filmkomponisten John Williams und arrangiert von Bob Lowden. Die neapolitanische Canzonetta „Funiculì-Funiculà“ von Luigi Denza, arrangiert von Yo Goto, bildete den offiziellen Abschluss des Konzertes.
Wir verabschiedeten uns schließlich mit den Zugaben „Under the Boardwalk“, arrangiert von Stefan Schwalgin, bei dem Siegfried Pesendorfer ein stimmungsvolles Flügelhorn Solo zum Besten gab, und dem allseits beliebten „Radetzkymarsch“ von Johann Strauss Vater.
Ein Abend voller Musik, Emotionen und Gemeinschaft – das Frühjahrskonzert 2025 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Fotos von Lukas Kinast und Daniel Maxwald.